Mit ihren großen Rohstoffvorkommen, den staatlichen Kontrollinstanzen und den nachträglich zahlbaren staatlichen Subventionen von in der Regel 65 Prozent für die Exploration und 45 Prozent für die Planung und Errichtung von Infrastruktur zur Förderung und Transport von Erdgas und Erdöl ist Alaska ein sehr attraktiver Staat in den USA. Darüber hinaus werden in Alaska wegen des hohen Bedarfs an natürlichen Ressourcen höhere Preise für Erdgas bezahlt als in anderen Staaten der USA.

Der Markt für fossile Brennstoffe ist auch in diesen turbulenten Zeiten heiß umkämpft. Der ansteigende globale Energiebedarf, bedingt durch das große Bevölkerungswachstum sowie die zunehmende Industrialisierung, ist hierfür in besonderem Maße verantwortlich.

Doch nicht nur die aktuellen wirtschaftlichen Entwicklungen in den USA, sondern auch der voraussichtlich zukünftig zügellose „Energiehunger“ von Ländern wie China und Indien lässt kaum erwarten, dass sich die angespannte Situation auf den Rohstoffmärkten – vor allem dem der fossilen Brennstoffe – mittelfristig ändern wird. Davon ist auszugehen, weil alternative Energiequellen noch lange eine eher untergeordnete Rolle spielen werden und andere Erdölgewinnungsmethoden, wie beispielsweise die aus Ölsand, einen deutlich höheren Aufwand erfordern.

Die Internationale Energieagentur (IEA) geht dabei auch in ihrer Veröffentlichung „Annual Energy Outlook 2011“ davon aus, dass sich die derzeit positive Entwicklung des Verbrauchs fossiler Brennstoffe auch in den kommenden fünf Jahren fortsetzen wird.

In der aktuellen Studie geht die IEA davon aus, dass der weltweite Energieverbrauch bis 2035 um mehr als 50 Prozent steigen wird, und das sogar für den Fall, dass die Weltmarktpreise für Erdöl und Erdgas auf hohem Niveau sein sollten. Dies wird auch von den Wachstumsprognosen der OPEC bestätigt.